Letztes Wochenende war ganz schön kampfbetont. Bei unserem Match am Samstag wurde ich durch einen Stockstich
unter den Helm ganz schön verletzt. Ich hatte eine klaffende und stark blutende Wunde am Kinn.
Der Betreuer der gegnerischen Mannschaft hatte so eine Art UHU für die Haut mit und klebte die Verletzung zu.
Mein Trainer Eric meinte, dass sowas eigentlich genäht gehört. Egal, ich habe das Spiel fertig gespielt
und fühlte mich eigentlich auch für´s Training am Morgen danach fit genug. Schon nach wenigen Minuten merkte ich allerdings,
dass ich etwas schwindlig bin und nicht richtig scharf sehe. Leider musste ich das Training abbrechen und statt meine
Einheiten in der Kraftkammer zu absolvieren ging´ ab ins Spital. Diagnose: Gehirnerschütterung und 10 Tage weder Eis noch Schule.
Erst, wenn mich der Arzt freigibt darf ich wieder spielen. Ich hoffe sehr, dass es klappt, denn ich möchte unbedingt die Play-Off´s spielen,
Nicht zuletzt deshalb, weil wir in den letzten Spielen der “Regular Season” tolle Ergebnisse erzielt haben.

Also haltet mir bitte die Daumen !

Das heurige Jahr ist wirklich besonders hart und anstrengend. Besonders die schulischen
Herausforderungen sind durch die vielen Prüfungen besonders hoch. Bis zum Schulabschluss und der
so genannten “Congratulations-Feier” am 3. Juni heißt es wohl noch so richtig durchbeißen.
Wenn alles klappt, wird mich dann auch erstmals meine Mutter in Canada besuchen.

In den letzten Wochen wurde mir so richtig bewusst, welch´harten Weg Thomas Vanek, Michael Grabner und Andres Nödl, die drei Österreicherin der NHL schon hinter sich haben,um ihr Ziel zu erreichen. Alle drei haben sich inzwischen mit tollen Leistungen so etabliert , dass zu sie fixen Größen in ihrenTeams geworden, wovor ich wirklich Respekt habe. Dennoch ist mir klar, dass ich meinen eigenen Weg finden muss. Außerdem gab es , so weit ich informiert bin, noch keinen österreichischen Vereidiger in der NHL…

Mit meinem Team bereite ich mich gerade auf die PLay Offs vor. Zuletzt ist es sportlich immer besser gelaufen
und ich bin mit der Entwicklung unserer Mannschaft sehr zufrieden. Ich hoffe sehr, dass wir als Team genau zum
Saisonhöhepunkt unsere beste Form erreichen und auch ausspielen können.

Ich habe lange überlegt, ob ich das letzte Schuljahr noch in Harrington
abschließen soll. Ich habe das mit meiner Mutter und mit meinem Mentor
Hermann Gams genau besprochen. Eigentlich habe ich ja schon heuer die
Matura abgeschlossen, aber um die Zulassung zu einem Universitätsstudium zu
erlangen, muss ich noch ein Jahr länger in die Schule gehen und einige
Prüfungen machen. Diese heißen CEGEP-Tests. Nur wenn man diese besteht,
bekommt man eine Chance auf einen Studienplatz in Quebec. Dies ist neben
meiner Hockeykarriere ein weiteres großes Ziel.

Nun zurück zu meinem geliebten Lieblingssport: Mit ein Grund für die Entscheidung in Harrington
zu bleiben war, dass ich nächstes Jahr einen fixen Platz in der der Collegemannschaft
haben werde. Ich freue mich schon darauf, denn das ist eine riesige Ehre, weil ich
eigentlich noch zu jung bin dafür. Egal wie es ausgeht, es wird sicher
eine tolle Saison mit wertvollen Erfahrungen und sicher die perfekte Vorbereitung auf dem Weg zu
einer möglichen Profikarriere.

Zur Entspannung nach den aufreibenden, letzten Wochen gab´s vergangene Woche den alljährlichen
College-Skitag, Spass statt Konzentration stand auf dem Programm und ich hab´s wirklich genossen !

Trotz Stress ziemlich relaxt

Zur Zeit sind die Anforderungen an mich hier in Canada besonders hoch, da ich in der vergangenen Woche schon
meine ersten Maturaarbeiten zu schreiben hatte. Anders als in Österreich gibt es nicht die schrftliche und
mündliche Matura zu einem bestimmten Datum, sondern schließt man die einzelnen Gegenstände nach und nach ab.
Bei mir standen die Fächer Englisch und Französisch auf dem Programm, zum Glück ist alles gut gegangen.

Nach dem Schulstress kam´s dann am Wochenende auch noch zum Spielstress ! Ich spielte an zwei Tagen drei Matches,
war dabei sowohl für die U18 als auch für die U20 Mannschaften im Einsatz. Dabei wurde ich vom Leiter unserer
Schule direkt nach dem College-Match von einer Halle in eine rund 45 Minuten von Montreal entfernten anderen Halle gefahren,
um auch bei meinem Midget-Team dabei sein zu können. Obwohl die Belastung sehr hoch war, zeigt es mir doch, dass ich
innerhalb der Teams einen gewissen Stellenwert erreicht habe.

Ich bin auch sehr froh, in den letzten Wochen völlig verletzungsfrei geblieben zu sein, denn die Nachricht vom
schweren Unfall Hans Grugger´s auf der Kitzbüheler Streif hat mich wirklich schockiert. Ich wünsche ihm sehr, dass er wieder völlig
gesund wird.

Meine Weihnachtsferien sind dieses Jahr etwas kürzer ausgefallen. Unsere Lehrer und Trainer setzten schon
ab dem 4. Jänner eine intensive Trainings – aber auch Prüfungsvorbereitungswoche an,
um für alle kommenden Aufgaben bestmöglich vorbereitet zu sein.

Da ich, wie eigentlich jedes Jahr, das Eishockeyspielen schon nach wenigen Tagen in Österreich vermisst habe,
bin ich voll motiviert in die ersten Trainingseinheiten gestartet. Erfreut konnte ich feststellen,
dass ich während der Feiertage konditionell kaum abgebaut habe. Ganz im Gegenteil, im Training konnte
ich mit den Kollegen des Junior Teams (U 20) gut mithalten.

Vielleicht haben das meine Trainer auch so gesehen, denn statt mit meinem Midget Team am Sonntagnachmittag gegen Miles-Iles
zu spielen, sitze ich seit fünf Uhr früh im Bus nach Boston. Dort findet ein sogenanntes AAA- Showcase Turnier statt.
Dies ist ein Einladungsturnier für U20- Collegemannschaften der höchsten Leistungskategorie. Ich hoffe auf eine volle Halle, denn
es ist super, das Jahr mit einer solchen Herausforderung beginnen zu dürfen !

Dieses Jahr wurde ich zum zweiten Mal nach 2008 in das Allstarteam der Liga einberufen. Jedes College nomminiert seine drei besten Spieler, meine Kollegen Markus aus der Schweiz und Andrey aus Russland waren auch aufgestellt. Wir waren ziemlich aufgeregt, denn wir wussten was auf uns zukommt. Ein hartes Game in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Halle.
Begonnen hat die Veranstaltung mit einer Skill-Competition, einem Geschicklichkeitswettbewerb, in dem jeder Spieler seine individuellen Fähigkeiten dem Publikum und anwesenden Scouts vorstellen darf . Ich war zum Schießen eingeteilt und erreichte trotz eines fast kaputten Schlägers mit einer Schussgeschwindigkeit von 124 km/h den zweiten Platz, nur 2 km/h hinter dem Sieger . Dann folgte ein knallhartes, rassiges Match, das wir leider 7:5 verloren. Macht nichts, denn solch´ eine Veranstaltung ist immer ein tolles Erlebnis.
Nicht zuletzt deshalb, weil man unbezahlbare Erfahrungen sammelt, wenn man sich den besten Spielren der Liga messen kann. Außerdem wurde mir der
Stellenwert, den Eishockey in Canada genießt, wieder mal so richtig bewusst. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis auch in Österreich mal ein Eishockeymatch im Nachwuchsbereich vor tausenden Zuschauern stattfindet…

Endlich kann ich mich wieder auf´s Eishockey konzentrieren. Obwohl ich zuletzt aus privaten Gründen einige Zeit ausgefallen bin, kann ich euch mitteilen, dass es zur Zeit sowohl in der Schule als auch beim Eishockey wesentlich besser als erwartet läuft. Schulisch habe ich den Anschluss wieder sehr rasch gefunden und auch beim Eishockey hatten wir ein kleines “Erfolgserlebnis”, obwohl das Ergebnis unseres letzten Spieles im ersten Augenblick anderes vermuten lässt:
Wir haben gegen die beste Nachwuchs-Mannschaft Canada´s gespielt und nur 4:1 verloren. Zum Vergleich: Nahezu alle anderen mussten gegen dieses Team zweistellige Niederlagen einstecken. Wenn ihr wissen wollt, ob ich vor so wichtigen Matches nervös bin: Nein!!! Letztes Wochenende spielte ich am Freitag wieder in der College-Mannschaft, dann Samstag und Sonntag im U 17- Team, in Österreich wäre dies undenkbar. Für mich ist es aber in der jetzigen Phase sehr wichtig, so viele Spiele wie möglich zu absolvieren, um wieder meinen Rhythmus zu finden. Fest steht wir werden besser und besser. Leider ist durch die Vielzahl von Spielen der geplante Ausflug zum Training der NHL-Mannschaft der Nashville Predators ins Wasser gefallen. Der Ausfall eines Matches hätte mich aber wesentlich mehr gestört …

Nachdem ich drei Wochen zu Hause war, bin ich jetzt total durch untersucht worden. Nach der ersten längeren Auszeit meiner Karriere darf ich zum Glück weiterhin Spitzensport betreiben. Es geht mir jetzt wieder gut und ich freue mich schon auf mein erstes Match am Sonntag . Beim Flug nach Montreal ist wieder mal mein Gepäck in Paris hängen geblieben, es wird fast schon zur Gewohnheit, die ersten Tage in Harrington ohne vollständiges Equipment zu verbringen. In der Schule habe ich weniger vermisst als befürchtet, ich erhalte von allen Mischülern, Trainern und Lehrern tolle Unterstützung. Es wird sicher klappen, sowohl Trainings – als auch Lernrückstand in ein paar Wochen aufzuholen. Aber dennoch kann ich euch eines berichten: Der Muskelkater nach den ersten Trainingseinheiten war gewaltig. Alles in allem bin ich aber sehr froh, wieder da zu sein. Denn an seinen Zielen muss man arbeiten – und diese haben sich trotz des kleinen gesundheitlichen Rückschlages nicht verändert: Ich will in die NHL !

!”

Es ist wieder so weit, die Krankheit ist überwunden und kann mich in den nächsten Tagen wieder auf den Weg nach Kanada begeben.
Die Zeit in der ich gefehlt habe, wird sicher schwer alles aufzuholen sein, da ich ja schon in der Abschlussklasse bin. Dennoch wird es ist sicher kein
Problem für mich darstellen, denn wie ich meine Mitschüler kenne, helfen sie mir jederzeit, wenn es irgendwo Schwierigkeiten gibt. Völlig egal, was es ist.
Ich kann euch wirklich versichern, dass der Gedanken ans Team, egal ob beim Eishockey oder in der Schule in Kanada in jeder Situation
ganz hoch gehalten wird.
Ich kann es gar nicht mehr erwarten, wieder am Eis zu stehen und meine geliebte Sportart auszuüben. Wie ich schon von drüben gehört habe,
freut sich jeder schon, dass ich bald wieder zurück komme. Meine Mitspieler machten sich Sorgen, dass ich in Österreich bleibe, aber da sie jetzt wissen,
dass es mir wieder gut geht , wird hoffentlich auch ein Motivationsschub durch´s Team gehen. Sportlich ist es nämlich bis jetzt leider gar nicht gut gelaufen.
Ich hoffe sehr, dass ich zu einem Turnaround beitragen kann.

Nach einer langen, anstrengenden Saison, hatten meine Schwester und ich den Wunsch endlich wieder ans Meer zu fahren. Die Reise ging für eine Woche nach Mallorca. Schnell waren die Badesachen gepackt und ab gings zum Flughafen. Da ich den Flughafen Wien Schwechat so gut wie meine Westentasche kenne, war der Check-Inn schnell abgewickelt. Der Flug dauerte zwei Stunden und vom Flieger aus konnte man den Sandstrand und das klare Meer schon erahnen. Im Hotel angekommen, stellten wir unsere Koffer im Zimmer ab, und suchten den schnellsten Weg zum Strand. Die Handtücher waren schon ausgebreitet, und wir bereit in der Sonne zu brutzeln . Der Strand und das Meer waren einfach ein Traum, doch bereits nach 3 Tagen fehlte uns ein bisschen Action. Wir beschlossen also den Aquapark in El Arenal zu besuchen. So viele Rutschen auf einmal hab ich noch nie gesehen, doch leider ging dieser Tag auch zu Ende. Die restlichen Tage verbrachten wir am Strand oder am hoteleigenen Pool. Dort lernte ich gleichaltrige Iren kennen, mit denen ich mich sehr gut verstand . Nun das war mein Urlaub und jetzt arbeite ich für ein Monat bei der Firma Zaruba in Wiener Neudorf und verdiene mir ein bisschen Taschengeld. Ich hoffe ihr habt auch schöne Ferien! Bis zum nächsten M